Statistiken zufolge stammen 83 % der Informationen, die Menschen aus der Außenwelt aufnehmen, von den Augen. Das Sehen ist für den Menschen ein wichtiges Mittel, um die Welt wahrzunehmen und zu verstehen. Auch die industrielle Automatisierung benötigt ein Paar „weise Augen“, um Maschinen dabei zu helfen, „die Welt zu verstehen“. Als Schlüsseltechnologie zur Verwirklichung industrieller Automatisierung und Intelligenz ist die industrielle Bildverarbeitung ein Zweig der künstlichen Intelligenz mit der schnellsten Entwicklung und den besten Zukunftsaussichten. Ihre Bedeutung entspricht dem Wert, den die Augen für den Menschen haben.

Gemäß der Definition der Society of Manufacturing Engineers (SME) ist Bildverarbeitung der Einsatz optischer, berührungsloser Sensoren zur automatischen Erfassung und Auswertung von Bildern realer Szenen, um Informationen zur Steuerung von Maschinen oder Prozessen zu gewinnen. Sie besteht im Wesentlichen aus einer Lichtquelle, einem Objektiv, einer Industriekamera, einer Bildaufnahmekarte, einem Bildverarbeitungssystem und weiteren externen Geräten. Kurz gesagt bedeutet Machine Vision, Maschinen anstelle des menschlichen Auges einzusetzen, um Dinge zu beobachten, zu messen und zu beurteilen. Es wird als das „Auge der Industrie“ bezeichnet und kommt vor allem in der Photovoltaik, der neuen Energiewirtschaft, der Halbleiterindustrie, dem Schienenverkehr, der intelligenten medizinischen Versorgung und anderen Branchen zum Einsatz.

Nach 30 Jahren Entwicklung in China hat das Marktvolumen für industrielle Bildverarbeitung im Jahr 2021 13,816 Milliarden Yuan erreicht und wird voraussichtlich bis 2026 auf 60 Milliarden Yuan ansteigen. Hinter dem exponentiellen Wachstum des Marktvolumens stehen jedoch häufig Probleme für die Anwender, wie der Verlust von Bildinformationen, fehlerhafte Datenübertragung und mangelnde Kompatibilität von Software und Hardware in den Anwendungen.
· Bei der Datenerfassung, -übertragung und -verarbeitung kommt es aufgrund von Faktoren wie einem unzureichenden Puffer der Industriekamera, einer instabilen Leistung der Bildaufnahmekarte oder nicht unterstützter Bildbearbeitungssoftware zu einer unvollständigen Bildaufnahme und einer instabilen Datenübertragung, was zu Bildausfällen führt.
· Der Datenübertragungsprozess wird durch Begrenzungen der Übertragungsbandbreite oder Netzwerküberlastung beeinträchtigt, was zu Störungen wie Rauschen oder Unschärfe der Bilddaten führt und dazu, dass Informationen nicht in Echtzeit erfasst und zurückgemeldet werden können, was die Stabilität und den reibungslosen Ablauf der Datenübertragung beeinträchtigt.
· Eine mangelhafte Kompatibilität von Geräten wie Industriekameras oder Bildaufnahmekarten führt dazu, dass diese ihre Leistungsfähigkeit nicht voll entfalten können, und auch die Leistung der Algorithmus-Software nimmt ab oder es kommt zu Fehlern, was den normalen Betrieb des Bildverarbeitungssystems beeinträchtigt.
Derzeit verzeichnet der weltweite Markt für industrielle Bildverarbeitung ein explosives Wachstum. Obwohl China in diesem Bereich erst spät eingestiegen ist, liegt seine Wachstumsrate weit über dem weltweiten Durchschnitt. Daher können Unternehmen der Bildverarbeitungsbranche dem allgemeinen Trend der „intelligenten“ industriellen Fertigung folgen, gemeinsam Lösungen und innovative Technologien erarbeiten, die Leistung, Stabilität und Zuverlässigkeit von Bildverarbeitungssystemen verbessern und dazu beitragen, dass die intelligente Fertigung in das Zeitalter von Industrie 4.0 eintritt.